Sr. Lúcia beim Hl. Vater Papst Paul VI., am 13. Mai 1967

 

 

 

 

Herz-Mariä-Sühnesamstag

 

 

„Dem Unbefleckten Herzen Mariä

Sühne leisten“


Die Visionen von Sr. Lúcia in Pontevedra und Tuy'


Bei der Erscheinung vom 13. Juli 1917 sprach die Gottesmutter: „Ich werde wiederkommen, um die Weihe Russlands an Mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen zu erbitten.“ Dieses Versprechen wurde zu einer Zeit eingelöst, da Lúcia als Postulantin in Pontevedra weilte.

Als die Muttergottes in Fatima den drei Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta, im Jahr 1917 erschienen ist, hinterließ sie drei wichtige Hauptbotschaften:

1. das tägliche Rosenkranzgebet
2. Sühne und Buße für die Sünder
3. die Andacht zu Ihrem Unbefleckten Herzen zu begründen
(jeden Samstag als Mariensamstag begehen; 
jeden 1. Samstag im Monat als Herz-Mariä-Sühnesamstag begehen
)
4. die Weihe an Ihr Unbeflecktes Herz


Bedeutung der Erscheinungen der Muttergottes in Pontevedra

„Am 10. Dezember (1925) erschien mir die Heiligste Jungfrau in Pontevedra“, schreibt Schwester Lucia zurückblickend.

„Die Erscheinung war in der Zelle der Postulantin, die heute zu einer kleinen Hauskapelle umgebaut ist.“

„In einer leuchtenden Wolke, sah ich an der Seite der Gottesmutter das Jesuskind.“

Die Gottesmutter legte ihre Hand auf die Schultern Lucias und zeigte ein von Dornen umgebenes Herz, das sie in der rechten Hand hatte.

Das Jesuskind sagte: »Habe Mitleid mit dem Herzen deiner Heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt machen würde, um sie herauszuziehen


Verheißungen der Muttergottes für alle, die den Herz-Mariä-Sühnesamstag 5 mal hintereinander begehen

Darauf sagte die Heiligste Jungfrau:

»Meine Tochter, schau mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen durch ihre Lästerungen und Undankbarkeiten es ständig durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten und teile mit, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten durch Betrachtung der 15 Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten 

Lucia war, wie erwähnt, nur für kurze Zeit in Pontevedra. Wie ernst es der Gottesmutter mit dieser Sühneleistung war, ist aus einer kurz darauf erfolgten Erscheinung ersichtlich.

Lucia hatte über die Worte der Gottesmutter mit ihrem Beichtvater und mit der Oberin gesprochen. Doch beide hatten Schwierigkeiten mit dieser neuen Andachtsform.

Als ihr am 15. Februar 1926, knapp zwei Monate nach dem Auftrag, das Jesuskind allein im Klostergarten erschien und danach fragte, ob die Andacht zu Seiner Mutter schon verbreitet werde, sprach sie von den Schwierigkeiten, der sie, eine Ordensfrau, bei solch einem Vorhaben, innerhalb der Klostermauern und zum Gehorsam verpflichtet, begegne.

Weiter berichtete sie dem Jesuskind, dass die Oberin schon einiges getan habe, um die Sühnesamstage zu verbreiten, der Beichtvater jedoch ihr mit dem Argument entgegentrat, dass sie allein nichts vermöge.
Jesus gab ihr zur Antwort: Es ist wahr, dass deine Oberin allein nichts vermag, aber mit meiner Gnade kann sie alles."

Dann legte sie Jesus die Schwierigkeiten dar, die einige Seelen, welche mit den Samstagen begannen, gleich von Beginn an hatten, nämlich, dass es ihnen unmöglich war, an jenem Samstag zu beichten. Deshalb bat Lucia darum, dass eine vorhergehende Beichte doch acht Tage lang gültig sein möge.

Jesus antwortete ihr: "Ja, es kann sogar viel länger sein, vorausgesetzt, dass sie im Stande der Gnade sind, wenn sie mich empfangen, und dass sie die Absicht haben, dem Unbefleckten Herzen Sühne zu leisten."

Es entspricht der göttlichen Barmherzigkeit, den Menschen Heilmittel im Kampf gegen die Sünde zur Verfügung zu stellen. Nach der Andachtsübung der neun ersten Freitage, den Herz-Jesu-Freitagen, wird nun der Weg zum Herz-Mariä-Sühnesamstag erschlossen.

Der Grund für 5 Herz-Mariä-Sühnesamstage

Der Beichtvater Lucias fragte eines Tages nach dem Grund der Fünferzahl. Lucia gab ihm nach einer inneren Eingebung folgende Antwort Jesu wieder:

„Meine Tochter, der Grund ist einfach: Es geht um die fünf Arten von Beleidigungen und Lästerungen, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden:

1.  die Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis,

2.  gegen ihre Jungfräulichkeit,

3.  gegen ihre Gottesmutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, sie als Mutter der Menschen anzuerkennen,

4.  jene, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die Gleichgültigkeit, die Verachtung und sogar den Hass gegen diese Unbefleckte Mutter einzuflößen,

5.  jene, die Sie direkt in Ihren heiligen Bildern verunehren.“


Die Bitten der Muttergottes zum Herz-Mariä-Sühnesamstag

Die ersten Samstage an fünf direkt aufeinander folgenden Monaten:

Im amtlichen Handbuch für Fatimapilger teilte der Bischof von Leiria, unter dem 13. Mai 1939 (geschrieben), über die Feier der fünf ersten Monatssamstage zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariä, Folgendes mit:

„Maria hat sich in unseren Tagen gewürdigt, uns — durch Schwester Lucia, die Seherin von Fatima die Übung der ersten fünf Monatssamstage zu schenken, um dem Unbefleckten Herzen Mariä Sühne zu leisten für alle Schmähungen und Beleidigungen, die es von Seiten der undankbaren Menschen erfährt. ”
Er ist ein Mittel der Vorsehung, durch das viele Seelen gerettet werden.“

Für die fünf ersten aufeinander folgenden Monatssamstage (Herz-Mariä-Sühnesamstage) wünscht Unsere Liebe Frau von Fatima:

1. Beichte
(Lucia fügt später bei, dass es genügt, wenn man während der Woche beichte, vorausgesetzt, dass man die Heilige Kommunion im Stande der Gnade empfängt).

2. Die Sühnekommunion

3. Rosenkranzgebet

4. Eine Viertelstunde Betrachtung über die Geheimnisse des Rosenkranzes, mit der ausdrücklichen Absicht, das Unbefleckte Herz Marien zu ehren und zu trösten und Genugtuung zu leisten
(Die Betrachtung kann über ein oder mehrere Geheimnisse des Rosenranzes gemacht werden, indem man vor jedem Gesetz einige Zeit betreffende Geheimnis betrachtet, darüber nachdenkt.)

Jenen, die diese Übung von fünf ersten Samstagen wenigstens einmal im Leben recht tun, verspricht Maria überdies, ihnen in der Todesstunde mit jenen Gnaden ihres Sohnes beizustehen, die zu ihrem ewigen Heile erforderlich sind.