Hl. Eucharistie

 

 

„Das ist Mein Leib,

der für euch hingegeben wird.

Tut dies zu Meinem Gedächtnis!“

(Lk 22,19)

 

Die Hl. Eucharistie


Mt 26,26-28: „Jesus nahm das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist Mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte es den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist Mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

Der Evangelist Lukas und der Hl. Paulus tragen folgende ergänzende Worte Jesu bei: Lk 22,19: „Das ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu Meinem Gedächtnis!“ (vgl. 1 Kor 11,24-19)

Johannes berichtet uns folgende kostbare Worte Jesu: Joh. 6,48: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Joh. 6,51: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das Ich geben werde, ist Mein Fleisch, (Ich gebe es hin) für das Leben der Welt.“ Joh. 6,54: „Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und Ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.“ Joh. 6,55f: „Denn Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und Mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir, und Ich bleibe in ihm.“

Diese Worte des Herrn werden für uns während der eucharistischen Wandlung durch den Priester in der Messe deutlich. Denn hier werden die heiligen Worte des Erlösers auf dem Altar Wirklichkeit, damit wir uns vom Heiligsten nähren, von dem, was vollkommen und gut ist: von Gott selbst, der sich hinschenkt, damit wir für immer in ihm leben. Wir sollen den Leib des Herrn mit unermesslicher Ehrfurcht, mit hochherziger Liebe und mit einem festen Glauben empfangen. Zu diesem Thema ist die Lehre des Hl. Paulus wichtig (vgl. 1 Kor 11,23-29).

Wir sollten gut verstehen, dass wir bei der Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi wie in eine Realität transportiert werden, die uns übersteigt. Wir sind sozusagen bei der Einsetzung der Eucharistie und beim blutigen Kreuzesopfer wie anwesend.

Auf dem Altar sind bei diesem unsichtbaren Wunder Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins. Die Geschichte ist wie in einem ewigen Punkt verdichtet und die Materie dieser Welt ist in der Eucharistie nur noch eine sinnliche Erscheinung, weil sie „göttliche Materie“ geworden ist; sie ist Gott, der sich für uns hingegeben hat. Und das ist eine Realität, die den innersten Bereich der Materie berührt. Die Transsubstantiation ist eine vollständige, wenngleich unsichtbare Wandlung ihres Wesens. Was irdisch ist, wird himmlisch, das Unsichtbare verbindet sich mit dem Sichtbaren und wandelt es, ohne dass wir es wahrnehmen. Und genau an dieser Stelle erhebt sich unser Glaube auf herrliche Weise.  Wir glauben den Worten Jesu, weil wir ihn lieben und weil wir wissen, dass er tut, was er sagt.

Seien wir sehr aufmerksam. Wenn die Wirklichkeit der Transsubstantiation sichtbar wäre, würde der Glaube zu nichts dienen. Glaube bedeutet nämlich, von dem, was man nicht sieht, überzeugt zu sein. Heb 11,1: „Glaube ist aber: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ Wenn das eucharistische Wunder sichtbar wäre und mit unseren Sinnen wahrgenommen werden könnte, würden fast alle Menschen glauben, aber nicht aus freier Entscheidung, sondern aus Zwang. Aber so hat es der Herr nicht gewollt. Gott will unseren freien Glauben, unsere liebende Anhänglichkeit an seine Worte des Lebens, die sich allen offenen Herzen durch Werke der Liebe und des Vertrauens zeigen. Überdies kam es im Laufe der Geschichte manchmal vor, dass der Herr das eucharistische Wunder sichtbar werden ließ, sei es, um den Gläubigen und den künftigen Geschlechtern sein Wort zu bestätigen, sei es, um die hartnäckigen Zweifel seiner gesegneten Kinder zu beseitigen. Aber wer durfte das sichtbare Fleisch und Blut des Herrn essen? Danken wir für Gottes wunderbare Weisheit, die sich als Nahrung hingibt, die uns an sich zieht und unsere Sinne, unsere Herzen und unsere Gemüter beruhigt.

(Jacques Magnan)

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