Gebet von Sr. Faustyna:
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Sr. Faustyna:
"Einmal ging ich mit einer meiner Schwestern zum Ball. Als alle in bester Stimmung waren, empfand meine Seele innere Qualen. Im Moment, als ich zu tanzen anfing, erblickte ich neben mir Jesus; den geschundenen, entblößten Jesus, ganz mit Wunden bedeckt, der zu mir die Worte sprach: Wie lange soll ich dich ertragen, und wie lange wirst du mich hinhalten? In dem Augenblick verstummte die liebliche Musik, die Gesellschaft, in der ich mich befand, verschwand mir aus den Augen, es blieben Jesus und ich. Ich setzte mich neben meine liebe Schwester und versuchte, was in meiner Seele vorging, mit Kopfweh zu verdecken. Nach einer Weile verließ ich heimlich die Gesellschaft und meine liebe Schwester und begab mich in die Kathedrale des Hl. Stanislaw Kostka. Die Morgenstunde begann zu grauen, nur wenige Menschen waren in der Kathedrale. Auf nichts achtend, was um mich geschah, warf ich mich vor dem Allerheiligsten Sakrament nieder und bat den Herrn, mich erkennen zu lassen, was ich weiter tun sollte. Sogleich hörte ich die Worte: Fahre sofort nach Warszawa, dort wirst du ins Kloster eintreten. Ich erhob mich vom Gebet, kam nach Hause und verrichtete notwendige Dinge. So gut ich konnte, habe ich meiner Schwester anvertraut, was in meiner Seele geschehen war, und sagte ihr, sie soll die Eltern von mir verabschieden und so, in meinem einzigen Kleid, ohne alles, kam ich nach Warszawa." ...
(aus dem Tagebuch von Sr. Faustyna).

Hl. Schwester Faustyna

Die Heilige Schwester Maria Faustyna (Helena) Kowalska

Name bedeutet: Maria: die Beleibte/die Schöne/die Bittere/die von Gott Geliebte (aramäisch)
Faustyna: die kleine Glücksbringerin (latein.)

Nonne, Mystikerin
* 25. August 1905 in Glogowiec bei Lodz in Polen
+ 5. Oktober 1938 in Kraków

Schwester Maria Faustyna, mit bürgerlichem Namen Helena Kowalska, wurde am 25. August 1905 in Polen geboren.

Sie wuchs mit neun Geschwistern auf. Ihre Eltern erzogen sie fürsorglich; durch die ärmlichen Verhältnisse konnten sie ihr jedoch nur die spärliche Ausbildung von drei Grundschuljahren ermöglichen. Im Alter von 20 Jahren trat sie, nach vielen Hindernissen, am 1. August 1925 in den Orden von der "Muttergottes der Barmherzigkeit" in Warschau ein, das Noviziat verbrachte sie in Krakau/Kraków und erhielt den Ordensnamen Maria Faustyna. Als Laienschwester arbeitete sie in verschiedenen Ordenshäusern in der Küche, Bäckerei, Gärtnerei oder als Pförtnerin.

Sr. Faustyna wurden Erscheinungen Jesu und der Gottesmutter zuteil.

Sie wurde von Jesus zur Künderin der unergründlichen Göttlichen Barmherzigkeit erwählt.

Mit brennender Liebe, durch Sühneleistungen, in ihrem Gebet sowie durch ein im Verborgenen geübtes Opferleben erflehte sie die Barmherzigkeit Gottes für die Welt. Sie starb am 5. Oktober 1938 mit 33 Jahren im Rufe der Heiligkeit im Krakauer Kloster Josefow an Tuberkulose.

Am 25. November 1966 wurde sie exhumiert und ihr Grab in die Klosterkirche verlegt. Kardinal Karol Wojtyla schloss am 20. September 1967 den Informationsprozess ab und übersandte die Akten nach Rom.

Kanonisation: Am Weißen Sonntag, dem Sonntag nach Ostern, am 18. April 1993, erfolgte in Rom die Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. Die Heiligsprechung Faustynas erfolgte durch denselben Papst am Weißen Sonntag, den 30. April 2000 (auch Barmherzigkeitssonntag genannt) in Rom; zugleich legte Papst Johannes Paul II. fest, dass die ganze Kirche am Weißen Sonntag das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit feiert.


Apostolatsfeuer:

Schwester Faustyna:
"...Der Herr gab mir zu erkennen, wie sehr Ihm angelegen ist, dass die Seele sich mit Liebe der Tat auszeichnet. Im Geiste sah ich, dass viele Seelen zu uns rufen "Gebt uns Gott", was das apostolische Blut in mir aufwallte. Ich werde es nicht geizen, sondern für die unsterblichen Seelen bis zum letzten Tropfen hingeben, obwohl es Gott vielleicht physisch nicht verlangen wird. Im geistigen Sinn ist mir das möglich und der Verdienst ist nicht geringer."

"Ich will die ganze Welt durchgehen und den Seelen die große Barmherzigkeit Gottes kunden.

Mein Herz verlangt nach meinem Gott, der Tag und Nacht in unserer Mitte lebt. Als weiße Hostie gibt er sich hin, Er, Der das ganze All bewegt.“

„Mein Herz sehnt sich nach jener Stelle, wo mein Herr weilt, verhüllt in Liebe ganz verzehrt. Es spürt die lichte Lebensquelle, den wahren Gott, Der hier verborgen währt.“

„Mein Entzücken ist es, soviel Zeit wie möglich zu Füßen des verborgenen Herrn zu verbringen.“

„O verborgener Jesus, glorreiches Pfand meiner Auferstehung, in Dir ist der Mittelpunkt meines ganzen Lebens.“

(Auszüge aus dem Tagebuch von Sr. Faustyna)

Jesus zu Sr. Faustyna:
„Schreibe: Ich bin dreimal heilig und verabscheue die kleinste Sünde. Ich kann eine Seele nicht lieben, die mit der Sünde befleckt ist, aber sobald sie bereut, sind Meiner Großzügigkeit ihr gegenüber keine Grenzen gesetzt. Meine Barmherzigkeit umfängt und rechtfertigt sie. Mit Meiner Barmherzigkeit verfolge Ich die Sünder auf all ihren Wegen und wenn sie zu Mir zurückkehren, freut sich Mein Herz. Die Bitterkeit, mit der sie Mein Herz getränkt haben, vergesse ich und freue Mich über ihre Rückkehr. Sage den Sündern, dass keiner vor Meiner Hand entflieht. Wenn sie vor Meinem barmherzigen Herzen fliehen, fallen sie in Meine gerechten Hände. Sage den Sündern, dass Ich stets auf sie warte, dass Ich am Pulsschlag ihres Herzens höre, wann es für Mich zu schlagen beginnt. Schreibe, dass Ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche, durch Misserfolg, und Leiden, durch Gewitter und Blitze, durch die Stimme der Kirche; wenn sie aber alle Meine Gnaden zunichte werden lassen, beginne Ich zu zürnen und überlasse sie sich selbst und gebe, was sie begehren“.


Sakrament der Versöhnung und Buße

Worte Jesu, des Herrn, zu Schwester Faustyna:

„Wenn du zur Heiligen Beichte kommst, zur Quelle Meiner Barmherzigkeit, fließt stets auf deine Seele Mein aus dem Herzen quellendes Blut und Wasser und veredelt deine Seele. Jedes Mal, wenn du zur Heiligen Beichte gehst, tauche mit großem Vertrauen ganz in Meiner Barmherzigkeit unter, damit Ich über Deine Seele die Fülle Meiner Gnaden ergießen kann. Wenn du zur Beichte kommst, wisse, dass Ich Selbst im Beichtstuhl auf dich warte. Ich verhülle Mich nur mit dem Priester, aber in der Seele wirke Ich Selbst. Hier begegnet das Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit. Sage den Seelen, dass sie aus dieser Quelle der Barmherzigkeit nur mit dem Gefäß des Vertrauens schöpfen können. Wenn ihr Vertrauen groß ist, ist Meine Freigebigkeit grenzenlos. Ströme Meiner Gnade überfluten demütige Seelen. Hochmütige sind immer in Armut und Elend, denn Meine Gnade wendet sich von ihnen ab, hin zu den demütigen Seelen.“

„Sage den Seelen, wo sie Trost suchen sollen - im Tribunal der Barmherzigkeit, dort gibt es die größten Wunder, die sich ununterbrochen wiederholen. Um dieses Wunder zu erreichen, bedarf es keiner weiten Pilgerfahrt, auch nicht äußerer Zeremonien, sondern es genügt, zu Füßen Meines Stellvertreters gläubig hinzutreten und vor ihm sein Elend auszusprechen. Dann zeigt sich das Wunder der Barmherzigkeit in seiner ganzen Fülle. Auch wenn die Seele wie eine verwesende Leiche wäre und eine Belebung, menschlich gesehen, ausgeschlossen und alles schon verloren - so ist es anders bei Gott. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes belebt die Seele vollends.“

(Auszüge aus dem Tagebuch von Sr. Faustyna)


Die Heilige Kommunion

Worte Jesu, des Herrn, zu Schwester Faustyna:

„Meine Wonne ist es, Mich mit den Seelen zu vereinigen.“

„Wenn Ich in der Heiligen Kommunion ins Herz der Menschen komme, sind Meine Hände voller Gnaden, die Ich den Seelen geben will. Aber sie beachten Mich nicht; sie lassen Mich allein und befassen sich mit etwas anderem. Es macht Mich traurig, dass die Seelen die Liebe nicht erkannt haben.“

„Oh, wie mir das wehtut, dass die Seelen sich so wenig in der Heiligen Kommunion mit Mir verbinden. Ich warte auf Seelen und sie sind Mir gegenüber gleichgültig. Ich liebe sie so zärtlich und aufrichtig und sie glauben Mir nicht. Ich will sie mit Gnaden überhäufen - sie wollen sie nicht annehmen. Sie gehen mit Mir um, wie mit etwas Totem, aber Ich habe ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit.

„Damit du ein wenig Meinen Schmerz erkennst, stelle dir die zärtlichste Mutter vor, die ihre Kinder sehr liebt, doch die Kinder verschmähen die Lieber der Mutter. Betrachte ihren Schmerz, niemand vermag sie zu trösten. Das ist ein blasses Bild und Abbild Meiner Liebe.“

(Auszüge aus dem Tagebuch von Sr. Faustyna)

Die Heilige Kommunion im Leben der Schwester Faustyna

Schwester Faustyna:
„Der festliche Augenblick meines Lebens ist der, in dem ich die Heilige Kommunion empfange. Ich sehne mich nach jeder heiligen Kommunion.“

„Für jede heilige Kommunion danke ich der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.“

„Wenn Engel neidisch sein könnten, würden sie uns um zwei Dinge beneiden: Erstens, um den Empfang der Heiligen Kommunion; Zweitens, um das Leiden.“

„Heute bereite ich mich auf das Kommen des Königs vor. Was bin ich, und was bist Du, o Herr, König der Herrlichkeit - der ewigen Herrlichkeit. O Herz, bist du dir bewusst, wer heute zu dir kommt? Ja, ich weiß es, aber seltsamerweise kann ich das nicht begreifen. Wäre es nur ein König, aber es ist der König der Könige, der Herr der Herrscher. Vor Ihm erbebt alle Macht und Gewalt.“

„Heute kommt Er in mein Herz. Ich höre, dass Er naht, eile Ihm entgegen und lade Ihn ein.“

„Als Er die Wohnung meines Herzens betrat, wurde meine Seele von so großer Ehrerbietung ergriffen, dass sie bestürzt zu Seinen Füßen in Ohnmacht fiel.“ Jesus reicht ihr Seine Hand und ließ sie gütig neben Sich sitzen. Er besänftigte sie: „Du siehst, Ich habe den Thron des Himmels verlassen, um Mich mit dir zu vereinigen. Was du siehst, ist lediglich der Saum und schon fällt deine Seele vor Liebe in Ohnmacht. Doch wie wird dein Herz erstaunt sein, wenn du Mich in der ganzen Herrlichkeit erblickst? Aber ich will dir sagen, dass das Ewige Leben schon hier auf Erden seinen Anfang durch die Heilige Kommunion nehmen muss. Jede Heilige Kommunion macht dich fähiger, in der Ewigkeit Umgang mit Gott zu pflegen.“

(Auszüge aus dem Tagebuch von Sr. Faustyna)


„O unbegreifliche und unergründliche
Barmherzigkeit Gottes,
wer vermag dich würdig zu ehren und zu rühmen?
Du größte Eigenschaft des Allmächtigen Gottes,
Du süße Hoffnung des sündigen Menschen.”
(aus dem Tagebuch von Sr. Faustyna)